# Reifengrundlagen

Reifenkomponenten

Erfahren Sie mehr über die Bestandteile des modernen Radialreifens

Moderne PKW-Reifen zeichnen sich durch ihre komplexe Struktur aus. Die Gummireifen, auf denen Fahrzeuge heutzutage fahren, werden seit über einem Jahrhundert hergestellt. Continental hat maßgeblich zur Entwicklung von Stahlgürtel-Radialreifen beigetragen und somit Reifendesign und -funktion erheblich verbessert. Lesen Sie weiter und erfahren Sie, aus welchen Bestandteilen sich ein moderner Reifen zusammensetzt.

Von außen nach innen betrachtet, lässt sich ein Autoreifen grob in zwei Hauptstrukturelemente einteilen: das Laufband und die Karkasse. Diese beiden Teile setzen sich wiederum aus weiteren Schichten zusammen.

Wir nehmen die einzelnen Bestandteile mal genauer unter die Lupe und erklären, welche Rolle diese einzelnen Bestandteile spielen.

Der Laufstreifen: für eine gute Haftung auf der Straße

Betrachten wir die äußeren Schichten des Reifens, die zusammen das Laufband des Reifens ergeben. Dieses hauptsächlich aus Kautschuk bestehende Bauteil umgibt die Karkasse und sorgt für einen geringen Rollwiderstand, optimales Handling, eine lange Lebensdauer sowie eine gute Kraftstoffeffizienz.

1. Laufstreifen. Besteht aus Synthese- und Naturkautschuk. Handelt es sich um einen neuen Reifen, sorgt diese profilierte Oberfläche für eine hohe Laufleistung, eine gute Straßenhaftung und eine optimale Wasserverdrängung. Das Ergebnis? Mehr Sicherheit bei allen Fahrverhältnissen. Der Laufstreifen ist die Verbindung zur Straße und zur Seitenwand. Er setzt sich aus drei Bereichen zusammen:

  • Cap: Die Cap ist der Teil des Reifens, der am meisten mit der Straße in Berührung kommt. Sie sorgt zudem für Haftung auf allen Straßenoberflächen, Abriebfestigkeit und Fahrstabilität.
  • Base: Die Base befindet sich unterhalb der Cap und verringert den Rollwiderstand und dämpft die Stoßübertragung an die Karkasse.
  • Seitenteil: Befindet sich am äußeren Ende des Laufstreifens und bildet den optimalen Übergang des Laufstreifens zur Seitenwand.​


2. Spulbandagen. Diese Schicht befindet sich direkt unter dem Laufstreifen und verbessert die Hochgeschwindigkeitstauglichkeit. Stellen Sie sich vor, Sie möchten einen Wollfaden wieder zum Knäuel aufwickeln. Die Spulbandagen funktionieren sehr ähnlich. Sie bestehen aus einer einzigen widerstandsfähigen und in Kautschuk eingebetteten Nylon-Schnur. Diese Schnur windet sich um den Umfang des Reifens von einer Seite zur anderen, ohne zu überlappen.


3. Stahlcord-Gürtellagen. Die starken Stahlcords in dieser Schicht geben dem Reifen seine Festigkeit und sorgen für:

  • verbesserte Form- und Fahrstabilität
  • geringeren Rollwiderstand
  • bessere Laufleistung des Reifens.

Die Karkasse: Das tragende Gerüst des Reifens

Die Karkasse ist der Kern und das tragende Gerüst eines Reifens. Sie bildet die Basis für Stabilität und Sicherheit. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, den Reifen zu federn und die erforderliche Luftmenge im Inneren einzuschließen. Denn nicht der Reifen selbst, sondern die unter Überdruck stehende Luft trägt das Fahrzeuggewicht – deshalb ist der richtige Fülldruck so entscheidend. Ein Platten macht das jedem Autofahrer deutlich.

Aufbau der Karkasse im Detail

  1. Textilkordeinlage
    Die Karkasse enthält eine Textilschicht aus gummiertem Rayon oder Polyester. Diese Einlage fixiert den Innendruck und sorgt dafür, dass der Reifen seine Form behält.

  2. Innenschicht
    Ein luftdichter Innenraum aus Butylkautschuk übernimmt wichtige Funktionen:

    • Abdichtung des mit Luft gefüllten Innenraums
    • Regulierung des Reifendrucks
    • Ersatz des Schlauchs bei modernen schlauchlosen Reifen
  3. Seitenwand
    Die Seitenwand schützt die Karkasse vor äußeren Einflüssen wie Beschädigungen und Witterung. Sie besteht aus Naturkautschuk und verbindet das Seitenteil mit dem Laufstreifen.

Reifenwulst: die Verbindung zwischen Reifen zur Felge

Als Teil der Karkasse bildet die Reifenwulst den Innenring des Reifens, der dafür sorgt, dass der Reifen dank des Luftdrucks fest auf der Felge sitzt. Die Reifenwulst setzt sich aus drei Komponenten zusammen:

7. Wulstverstärker. Aus Nylon oder Aramid – einer starken, hitzebeständigen Kunstfaser, die:

  • für Fahrstabilität sorgt
  • ​ein präzises Lenkverhalten ermöglicht.

8. Kernprofil. Ein stabilisierender Keil aus synthetischem Kautschuk, der dieselben Aufgaben wie der Wulstverstärker erfüllt und zudem den Einfederungskomfort entscheidend beeinflusst.

9. Kern. Der Kern besteht aus in Kautschuk eingebettetem Stahldraht. Der Stahlkern gewährleistet den festen Sitz des Reifens auf der Felge.

Erfahren Sie hier mehr darüber, wie diese einzelnen Teile zu einem Reifen zusammengebaut werden.




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