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Merkmale von Continental 4x4-Reifen

Die Anforderungen an Allrad-Reifen variieren je nach Fahrzeugtyp – von strassenorientierten Allrad-Pkw bis hin zu geländegängigen Fahrzeugen. Continental entwickelt 4x4-Reifen, die auf die mechanischen Belastungen im Gelände sowie auf die Anforderungen an das Bremsverhalten im Strassenverkehr ausgelegt sind.

Technologien für Allradfahrzeuge

  • Verstärkte Konstruktion (XL / Extra Load): Diese Reifen verfügen über eine erhöhte Tragfähigkeit und stabilere Seitenwände, um das höhere Fahrzeuggewicht von Allradmodellen zu stützen und die Eigenbewegung des Reifens bei Kurvenfahrt zu reduzieren.
  • Mechanische Kraftübertragung: Um das Drehmoment von Allradsystemen effektiv zu nutzen, sind die Gummimischungen auf einen hohen mechanischen Grip ausgelegt. Dies unterstützt die Traktion beim Beschleunigen auf unebenem oder rutschigem Untergrund.
  • Funktionale Profilgestaltung: Modelle wie die CrossContact-Serie verfügen über Profilstrukturen, die für den Wechsel zwischen befestigten Strassen und unbefestigtem Terrain konzipiert sind. Die Gestaltung unterstützt die Selbstreinigung von Schlamm und Steinen sowie die Wasserableitung bei Nässe.

Einsatzzweck (4x4 / AWD)AnforderungsprofilContinental-Modellbeispiele
100 % Strasse (Autobahn / Stadt)Fokus auf Bremsleistung, Geräuschemission und FahrstabilitätPremiumContact / SportContact
Strassenfokus mit gelegentlichem GeländeeinsatzVerstärkte Flanken, Fokus auf Fahrkomfort und RobustheitCrossContact-Serie
Ganzjährige NutzungTraktion auf losem Untergrund und bei winterlicher WitterungAllSeasonContact

Häufig gestellte Fragen zu 4x4-Reifen

Bei Fahrzeugen mit permanenten oder automatischen Allradsystemen (wie z. B. Audi quattro, BMW xDrive, VW 4Motion oder Subaru Symmetrical AWD) ist ein zeitgleicher Austausch aller vier Reifen technisch begründet. Ein achsweiser Wechsel kann zu unterschiedlichen Profiltiefen und damit zu abweichenden Abrollumfängen führen. Diese Differenzen erzeugen permanente Drehzahlsensoren-Unterschiede, die eine erhöhte mechanische Belastung für das Verteilergetriebe und die Differenziale des Allradsystems darstellen können. Ein Continental-Händler kann hierzu spezifische Informationen bezüglich der vom Fahrzeughersteller vorgegebenen Toleranzen geben.

Zahlreiche geländegängige Reifen verfügen über eine M+S-Kennzeichnung (Matsch und Schnee), welche die Eignung für unbefestigten Untergrund kennzeichnet. Im Rahmen der gesetzlichen situativen Winterreifenpflicht in der Schweiz ist jedoch zu beachten, dass Reifen seit dem 01.10.2024 zwingend mit dem Alpine-Symbol (Bergpiktogramm mit Schneeflocke) gekennzeichnet sein müssen, um bei winterlichen Strassenverhältnissen genutzt werden zu dürfen. Die alleinige M+S-Kennzeichnung ist für den Betrieb bei Schnee und Glätte rechtlich nicht mehr ausreichend.

Für Fahrten auf weichem Untergrund wie Sand oder tiefem Schlamm kann eine moderate Absenkung des Reifendrucks dazu dienen, die Aufstandsfläche zu vergrössern und so die Traktion im Gelände zu erhöhen. Vor der Rückkehr auf befestigte Strassen oder Autobahnen ist es technisch notwendig, den Reifendruck umgehend wieder auf die für das Fahrzeug spezifizierten Standardwerte anzuheben. Ein zu geringer Fülldruck führt bei höheren Geschwindigkeiten und auf hartem Untergrund zu einer erhöhten Walkarbeit des Reifens, was eine übermässige Wärmeentwicklung sowie eine Beeinträchtigung der strukturellen Integrität und der Fahrstabilität zur Folge haben kann.